Die Siedlung wurde im 17. Jahrhundert zum ersten Mal schriftlich erwähnt und gehörte bis 1775 zum Fürstentum Moldau.[1]

Nachdem die Bukowina gegen Ende des Russisch-Osmanischen Kriegs (1768–1774) 1774 vom neutralen Österreich besetzt worden war, wurde dies 1775 im Frieden von Küçük Kaynarca bestätigt, offiziell als Dank für Österreichs „Vermittlerdienste“ zwischen den Kriegsgegnern. Dadurch war Berhometh ein Teil Österreichs zuerst im Königreich Galizien und Lodomerien, ab 1849 im neu gegründeten Kronland Herzogtum Bukowina.

Am 30. November 1886 wurde der Ort durch den Bau der Lokalbahn Hliboka–Berhometh am Sereth (im Besitz der Bukowinaer Lokalbahnen) an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Mitte des 19. Jahrhunderts kam es auch zur Ansiedlung deutscher Siedler in die bestehende Siedlung, diese verließen aber im Zuge des Bevölkerungsaustauschs 1940 (siehe Bukowinadeutsche) den Ort. Bedeutender für den Ort war die große jüdische Einwohnerschaft, den größten Anteil der Einwohner stellten aber damals wie heute die Huzulen.[2]

Die Ortschaft gehörte zum Fideikommiss (1888) der hochadligen Familie Wassilko von Serecki, die dort ein Schloss als neuen Stammsitz erbauen ließ. Bereits zu Beginn seiner zweiten Amtszeit (1888–1991) sorgte der Landeshauptmann der BukowinaAlexander Freiherr Wassilko von Serecki für den Beginn der Elektrifizierung von Czernowitz und Region. Sein Stammsitz Berhometh profitierte als einer der ersten Orte außerhalb der Hauptstadt davon. Er ließ auch die alte, von seinem Urgroßvater gleichen Namens erbaute St. Nikolauskirche 1889 abtragen, in Schipot (Șipotele pe Siret) wieder aufstellen und eine neue errichten. Alexanders Sohn Georg wurde Ehrenbürger von Berhometh am 6. Mai 1914

Das Schloss der Grafen Wassilko wurde 1915 von russischen Truppen abgebrannt und nicht wieder aufgebaut.

Nach der Angliederung der Bukowina an das Königreich Rumänien am 27. November 1918 gehörte der Ort zum damaligen Bezirk Storojineț.[4] Im Zuge der durch den Hitler-Stalin-Pakt ermöglichten Annexion der Nordbukowina am 28. Juni 1940 wurde er ein Teil der Sowjetunion (dazwischen 1941–1944 wiederum zu Rumänien) und ist seit 1991 ein Teil der Ukraine. 1963 wurde sie zur Siedlung städtischen Typs erhoben und stellte nach 1945 ein bedeutendes Zentrum der ukrainischen Waldwirtschaft dar.

In der Stadt gibt es heute ein Gymnasium, vier technische Schulen und ein Krankenhaus. Durch die Förderung des Tourismus sind zahlreiche Bars und Restaurants zu finden. Für Unterhaltung sorgen besonders die Nachtbar "Jungle" und die Diskothek "Emilia".

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